AOAV-Hundeschule in Dürnberg bei Seckau /Knittelfeld/Steiermark/Österreich/Europa - Hundetrainer Tel.: 0664/2510704 - Hundeausbildung mit Herz und Verstand
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Video Agility
Bei uns ist Agility - Spiel und Spass - für Hund und Hundeführer/in
Agility ist eine Hundesportart, an der jede/r Hundeführer/in mit seinem/ihrem Hund teilnehmen kann. Agility besteht darin, dass die Hunde verschiedene Hindernisse bewältigen müssen, wobei ihre Führigkeit, Unbefangenheit, Nervenfestigkeit und ihre Lebensfreude zum Ausdruck kommt. Bei Agility handelt es sich um ein erzieherisches und sportliches Spiel, das die Eingliederung der Hunde in unsere Gesellschaft in hohem Maße begünstigt. Agility setzt eine hervorragende partnerschaftliche Beziehung zwischen Hundeführer und Hund voraus - sie bilden ein Team. Es ist somit notwendig, dass der Hundeführer ein umfassendes Wissen über die Grundlagen von Erziehung und Ausbildung eines Hundes besitzt.
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Der Parcours setzt sich aus 12-20 Hindernissen zusammen, die der Hund in der festgelegten Reihenfolge bewältigen muss. Der Parcours wird für jeden Lauf vom Richter individuell aufgestellt. | |||||||
Größenklassen: Agility wird in 3 Größenklassen
durchgeführt:
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Zeit: Der Parcours muss innerhalb einer festgesetzten Standardzeit bewältigt werden, bei Zeitüberschreitungen werden Strafpunkte gegeben. Darüber hinaus wird eine Höchstzeit festgelegt, bei Überschreiten dieser werden HF und Hund disqualifiziert. Die Stoppuhr wird in Gang gesetzt, sobald der Hund das Starthindernis überwindet. | |||||||
Halsband und Leine: Im Parcours darf der Hund aus Sicherheitsgründen kein Halsband (auch kein Floh- oder Zeckenband) tragen. Der HF nimmt seinem Hund daher spätestens, wenn er seinen Hund vor dem Starthindernis in Position bringt, Leine und Halsband ab. Beides wird am Start abgegeben und nach Beenden des Laufes wieder mitgenommen. | |||||||
Futter und Spielzeug: Während des Wettbewerbes darf der Hundeführer nichts in den Händen halten. Auch das Tragen von Bauchtaschen oder ähnlichem ist verboten. Das Einstecken von Futter oder Spielzeug ist erlaubt, solange es nicht sichtbar in der Tasche verwahrt wird. Innerhalb der Parcoursabgrenzung allerdings darf der Hund nicht gefüttert werden und auch kein Futter oder Spielzeug geworfen werden. | |||||||
Hilfen: Optische und akustische Signale/Zeichen sind auf dem ganzen Parcours erlaubt. Der HF darf aber weder den Hund, noch eines der Geräte berühren, auch darf er die Hindernisse nicht selbst überspringen oder übersteigen. | |||||||
Prüfungskategorien: Es gibt zwei Prüfungskategorien: Agility-Läufe und Jumping. Bei (A) Agility-Läufen können alle Hindernisse eingesetzt werden, in einem Jumping dürfen kein Tisch und keine Kontaktzonengeräte vorkommen. | |||||||
"Spiele" oder zusätzliche Wettbewerbe: Neben A-Lauf und Jumping gibt es zusätzliche Bewerbe wie Parallellauf, Staffellauf, Gambler, etc. Diese "Spiele" werden, wenn es die Zeit erlaubt, zusätzlich veranstaltet. Für jedes Spiel können die Regeln neu definiert werden. | |||||||
Einzel und Mannschaft: Bei einigen Turnieren gibt es neben den Einzelläufen auch Mannschaftsläufe. Mannschaften bestehen dabei aus mindestens 3 Mensch/Hunde-Teams und höchstens 4 Teams. Daraus werden 3 Teams gewertet, deren Fehler und Zeiten zusammengerechnet werden. |
In Agility gibt es fünf Leistungsklassen (LK): LK Jugend, LK 1, LK 2, LK 3 und Oldie (OL). Die Leistungsklasse, in der gestartet wird, ist vom Hund abhängig
Die Parcours in den LK unterscheiden sich in ihrem Schwierigkeitsgrad. Das betrifft die Auswahl der Hindernisse bzw. deren Anordnung, die Länge der Strecke sowie die Festsetzung der Standardzeit (z.B.: LK 1 = 1,8 m/sek, LK 2 = 2,75 m/sek, LK 3 = 4,0 m/sek.)
Die Höhe der Hürden variiert nach der Größe des Hundes und ist bei Large-Hunden 60cm, bei Medium 40cm und bei Small 30cm (+/- 5cm).
Kombination: Hürden können auch als Kombination (maximal 3 Hürden) aufgestellt werden. Die 2. Hürde ist in diesem Fall als "B", die 3. Hürde als "C" zu bezeichnen. Die Kombination zählt als ein einziges Hindernis, aber jedes Element wird einzeln beurteilt, Verweigerungen oder Abwürfe werden addiert. Im Falle einer Verweigerung eines Hindernisses, ist mit der ersten Hürde der Kombination neu zu beginnen.
Doppelte Hürden sind aus zwei einfachen Hürden zusammengesetzt, die erste Stange ist um 15 - 25 cm niedriger. Doppelte Hürden sind in der LK OL verboten.
Fehler: Abwurf. | |
Verweigerung: Vorbeilaufen; Unterlaufen der
Stange. |
Die Mauer besteht aus einer ausgefüllten Fläche, der Viadukt kann ein oder zwei Öffnungen in der Form eines Tunnels aufweisen. Am oberen Teil beider Hindernisse müssen abwerfbare Elemente ("Ziegel") in halbrunder Form aufgesetzt sein. Sprunghöhe für Large: 60cm, Medium: 40cm, Small: 30cm.
Fehler: Abwurf. | |
Verweigerung: Vorbeilaufen. |
Sprunghöhe für Large: 60cm, Medium und Small: 35cm
Verweigerung: Vorbeilaufen; Durchspringen zwischen
Rahmen und Reifen. |
Der Tisch ist für Large-Hunde 60cm hoch, für Medium- und Small-Hunde 35cm hoch.
Auf dem Tisch muss der Hund 5 Sekunden verweilen, es gibt keine vorgegebene Position, die der Hund einnehmen muss. Wenn der Hund den Tisch vor Ende der 5 Sekunden verlässt, erhält er 5 Strafpunkte, muss erneut auf den Tisch springen und korrekt 5 sek. verharren. Andernfalls wird er disqualifiziert.
Der Sprung auf den Tisch ist von drei Seiten her erlaubt, nämlich A, B und C. Wenn der Hund am Tisch vorbeigeht und die Seite D zum Aufspringen benutzt, wird er mit einer Verweigerung bestraft, muss aber nicht ausscheiden wegen Angehens eines Hindernisses von der verkehrten Seite. Zur Erklärung: Die Seite "D" des Tisches ist immer die Seite, die genau entgegengesetzt der Laufrichtung liegt!
Wenn der Hund beim Aufsprung über den Tisch rutscht und wieder aufspringt, wird dies als Fehler bewertet, aber auch bei einem Wiederaufspringen über die Seite D nicht zusätzlich mit einer Verweigerung oder einer Disqualifikation bestraft.
Fehler: Abrutschen; Zu frühes Abspringen - in diesem Falle muss der Tisch nochmals korrekt genommen werden. | |
Verweigerung: Vorbeilaufen; Unterlaufen; Aufsprung
auf den Tisch über die Seite "D" - der Hund muss aber nicht vom Tisch, um
ihn über Seite A, B oder C nochmals anzuspringen |
Der Weitsprung ist aus 2 bis 5 Elementen zusammengesetzt, das niedrigste Element ist 15cm hoch, das höchste 28cm. Die Elemente werden in gleichmäßigem Abstand zu einander aufgestellt.
Fehler: Aufsetzen auf ein Element; Umwerfen der Elemente; Aufsetzen zwischen den Elementen. | |
Verweigerung: Vorbeilaufen; Seitliches
Rausspringen; Überspringen des Gerätes in der Breite d.h. quer zur
Laufrichtung; Überlaufen statt Überspringen. |
Der Slalom besteht aus 8, 10 oder 12 Stangen. Der Hund muss den Slalom so passieren, dass sich die erste Stange auf der linken Seite des Hundes befindet.
Fehler: Auslassen einer oder mehrerer Stangen. Der Hund muss den Slalom von Anfang oder von der Fehlerquelle an nochmals beginnen. Das Maximum der Strafpunkte beim Slalom ist auf 15 festgesetzt. | |
Verweigerung: Falscher Beginn des Slaloms, der
Hund muss wieder bei der ersten Stange angesetzt werden. Disqualifikation: Zurückwedeln des Hundes durch den Slalom (= Nehmen des Hindernisses gegen die Laufrichtung); Überqueren bzw. durchlaufen des nächste Gerätes, ohne dass der Slalom korrekt bewältigt wurde. |
Der feste Tunnel muss aus einem flexiblen Material bestehen, so dass es möglich ist, einen oder mehrere Bögen zu bilden.
Verweigerung: Vorbeilaufen; Zurückziehen des
Kopfes oder der Pfote aus der Tunnelöffnung; Umkehren im Tunnel. |
Der Eingang wird aus einem festen Bogen gebildet, der Ausgang besteht aus weichem Material (Stoff, Plane).
Verweigerung: Vorbeilaufen; Zurückziehen des
Kopfes oder der Pfote aus der Tunnelöffnung; Umkehren im Tunnel. |
Der Laufsteg ist ein Kontaktzonengerät. Er hat eine 90cm lange, markierte Zone am Anfang und Ende des Gerätes, in die der Hund wenigstens eine Pfote setzen muss d.h. die er nicht überspringen darf.
Fehler: Überspringen einer Zone. | |
Verweigerung: Vorbeilaufen; Absprung vom Gerät,
bevor der Hund mit allen Pfoten den absteigenden Teil berührt hat. |
Die Schrägwand ist ein Kontaktzonengerät. Sie hat eine ca. 1m lange, markierte Zone am Anfang und Ende des Gerätes, in die der Hund wenigstens eine Pfote setzen muss d.h. die er nicht überspringen darf.
Fehler: Überspringen einer Zone. | |
Verweigerung: Vorbeilaufen; Abspringen, bevor der
Hund mit allen vier Pfoten die absteigende Wand berührt hat. |
Die Wippe ist ein Kontaktzonengerät. Sie hat eine 90cm lange, markierte Zone am Anfang und Ende des Gerätes, in die der Hund wenigstens eine Pfote setzen muss d.h. die er nicht überspringen darf.
Fehler: Überspringen einer Zone; Abspringen von der Wippe, bevor diese den Boden berührt hat (auch wenn der Hund bereits die Kontaktzone betreten hat). | |
Verweigerung: Vorbeilaufen; Abspringen, bevor die Wippe zu kippen beginnt. |
Die Bewertung der Leistung erfolgt durch die benötigte Zeit und durch Strafpunkte. Folgende Arten von Strafpunkten werden vergeben:
Fehler: Für Fehler werden 5 Strafpunkte gegeben, der Lauf wird ohne Unterbrechung fortgesetzt (Ausnahme: Slalomfehler, diese müssen korrigiert werden). Fehler sind z.B. Abwerfen einer Stange, Überspringen einer Zone etc. | |||||||||||||||||||||||
Verweigerungen: Bei Verweigerungen werden 5
Strafpunkte gegeben und das Hindernis muss erneut genommen werden. Wird die
Verweigerung nicht korrigiert, d.h. das Hindernis nicht korrekt absolviert,
werden Hund und HF disqualifiziert. Verweigerungen sind:
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Berührungen: wenn der HF den Hund berührt erhält er 5 Strafpunkte | |||||||||||||||||||||||
Zeitfehler: Fehlerpunkte werden entsprechend der Zeitüberschreitung gegeben d.h. 1 Sekunde Zeitüberschreitung bedeutet 1 Strafpunkt oder z.B. 0,01 Sekunden Zeitüberschreitung bedeuten 0,01 Strafpunkte. |